I appear missing – Live Music

Wie zuletzt angekündigt, hier sind ein paar Eindrücke von Konzerten der letzten 14 Tage.

Monday, 10/07/2013 – Queens of the Stone Age:

IMG_0281Die Queens of the Stone Age haben im Nashville Municipal Auditorium gespielt. Für meinen Geschmack war das mindestens eine Nummer zu groß, und dementsprechend auch bei weitem nicht ausverkauft. Der Sound war leider auch nur direkt vor dem Tonmeister und seinen riesen Mischpulten gut. Sobald man woanders stand, musste man den Kopf absolut gerade auf die Bühne ausrichten, und wenn man sich nur ein bisschen zur Seite gedreht hat, war vor lauter Echo kaum noch was vom echten Lied zu hören. Die Halle ist vielleicht geeignet für Basketball-Spiele und dergleichen, aber zu Konzerten werde ich nicht mehr hingehen.IMG_0283

Einziges Pro der großen Halle: es war genug Platz da für die riesige Leinwand hinter der Bühne. Die Visuals waren von Anfang bis Ende 1A, bei “I appear missing” hatte ich das Gefühl im Kino zu sein. Und ich konnte ne Setlist abstauben. Achja, zur Musik selber: war spitze, vor allem “Burn the Witch” mit kleinem Blues-Intro von Josh Homme, und “Smooth Sailing.”

Mit den schrottigen eigenen Fotos kann ich ausgezeichnet leben, denn heutzutage gibt es ja immer irgendjemanden der gleich nen kompletten Konzertmitschnitt macht. Danke, smartphone-nazis.

* *


Wednesday, 10/09/2013 – The Growlers:

Die Growlers haben in nem deutlich kleineren Venue gespielt, der Mercy Lounge. Und die ist wirklich großartig. Der Raum ist schätzungsweise 8 Meter breit und 20 Meter lang — also in etwa die Fläche der Leinwand im Municipal Auditorium (s.o.). Hinter der Bühne roter Vorhang, auf der linken Seite die Bar, auf der rechten Seite der Eingang und ein Durchgang zum Balkon, wo meistens ein kleines Zelt mit nem Burger-Brater aufgebaut ist. Mehr passt nich rein, und mehr muss auch nicht.

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Die Mercy Lounge ist also ne kleinere Bühne für kleinere Bands, und wirklich viel los war bei den Growlers auch nicht. Aber warum spielen die auch Mittwoch abends um 23:00 Uhr? Naja. Mir war’s egal. Mein persönlicher Höhepunkt des Konzertabends fand diesmal nicht auf der Bühne statt, sondern auf dem Balkon. Da hing nämlich dosenbiertrinkend und kettenrauchend Patrick Carney von den Black Keys mit seiner Entourage ab. Ne Freundin war so nett uns vorzustellen (“Excuse me, Sir, may I introduce this gentlemen to you, he moved to Nashville because of YOU.”), und nachdem ich ihm vorgeworfen hatte dass ich drei mal Tickets für Black-Keys-Konzerte in Köln und Umgebung gekauft hatte, und jedesmal gecancelt wurde, hat er ein bisschen von seinen Deutschland-Erfahrungen erzählt. Leipzig — bzw. “Leitzpick” – erinnert ihn an Springfield von den Simpsons, keine Ahnung warum, ich war noch nie in Leipzig und hab’s nicht verstanden. Sehr netter Kerl is er, ich war begeistert.

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Tuesday, 10/15/2013 – Franz Ferdinand…

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Am Dienstag letzter Woche ging es dann weiter mit Franz Ferdinand im Cannery Ballroom — direkt neben/schräg unter der Mercy Lounge. Großartiges Konzert: die Setlist bestand zu ca. 50% aus Liedern der letzten beiden Alben “Tonight” und “Right Action” und zur anderen Hälfte haben sie “alte” Sachen gespielt. Hat großen Spaß gemacht, weil die Konzerthalle die richtige Größe hatte, der Sound gut war, und generell die Stimmung im Publikum auch.

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…and Hanni El Khatib:

IMG_0419 - Version 2Direkt im Anschluss an das Franz Ferdinand-Konzert im Ballroom (Erdgeschoss) ging in der Mercy Lounge (1. Stock) Hanni El Khatib auf die Bühne. Wo ich schon mal da war, dachte ich, kann ich auch gleich bleiben und mal schauen wie der so live ist. Ganz gut war er glaub ich, aber so richtig hingehört hab ich irgendwie nicht mehr. Auf dem Balkon wieder Patrick Carney getroffen (“Hey buddy, what’s up?”), und mit seinem kleinen Bruder Michael gequatscht und Bier getrunken, der auch grade nach Nashville umgezogen ist. Begründung: Nashville ist billiger als New York.

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Fazit: hier in Nashville ist die Miete günstig, und es gibt konstant gute Live Musik. Auch abseits von Downtown, wo sich die Honkeytonks aneinanderreihen und Touristen täglich von elf Uhr vormittags bis drei Uhr morgens zu Country-Pop tanzen. Und vielleicht kommt demnächst auch noch Patrick Carney’s eigener Burgerladen. Das wär natürlich das nonplusultra.

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2 thoughts on “I appear missing – Live Music

  1. And I believe what I said was more along the lines of “Excuse me sir, I am sorry to bother you, but I have to tell you, this gentlemen moved here all the way from Germany, to study, because of your music”

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